MeshCom-Workshop #2 – enormer Bastelspass

MeshCom-Workshop #2 – enormer Bastelspass

Auch unser zweiter MeshCom-Workshop kann als ein voller Erfolg bezeichnet werden. 😎

Nachdem wir uns im Januar diesen Jahres in unserer Fielddaygemeinde Nübel zu unserem ersten Workshop getroffen hatten, stand nun unser zweites gemeinsames MeshCom-Event an.
 
Diesmal galt es zehn MeshCom-Platinen auf Grundlage der Idee unseres Mitglieds OM Frank DC8FG vorzubereiten und die ersten sechs Platinen aufzubauen und in Betrieb zu nehmen.
 
Freundlicherweise hatte uns OM Frank alle zu bauenden Platinen unentgeltlich zur Verfügung gestellt – ein DICKES DANKE an Frank 🤗😍.
 
Franks Beitrag zum Aufbau eines MeshCom-Nodes findet Ihr in der Zeitschrift Funkamateur 3/26. Die erforderlichen XGerber- und STL-Dateien zum Beitrag „Aufbau eines MeshCom-Nodes – modular und flexibel“ FA 3/26, S. 218 können unter folgendem Link: dc8fg_meshcom-node.zip (312 KB) heruntergeladen werden.
 
 
Bereits seit dem Sommer 2025 befassen wir uns intensiv mit „selbst aufbauen Netzwerken für die Westentasche“ – neben technischem Spieltrieb steht für uns auch deutlich eine redundante Lösung für die Notfunkkommunikation über unsere Relais in der genauen Betrachtung.
 
So kamen wir, nach gründlicher Betrachtung unserer Möglichkeiten, den regionalen Bedingungen und auch den Experimentiermöglichkeiten, die uns der Amateurfunk bietet, auf MeshCom 4.0
 
So lässt sich über MeshCom 4.0 ein eigenständiges und robustes Netzwerk im 70cm-Band mit sehr geringer Leistung aufbauen – das auf  „5 Volt-Basis und mit Bestandsantenne“. Dabei verbinden sich mehrere Geräte direkt miteinander, sodass jedes Gerät als Knoten im Netzwerk fungiert. Das ermöglicht Kommunikation, selbst wenn ein direkter Weg zur Basisstation fehlt. Über ausgewählte Stationen (Gateways) werden weiträumige Verbindungen ermöglicht oder sehr dislozierte „Inselstationen“ können so ins Netz geholt werden.
 
 
Stand bei unserem ersten Workshop noch das Flashen der Firmware der Nodes sowie die Erstinbetriebnahme mit dem Versenden von Nachrichten im Schwerpunkt, ging es diesmal mehr ans „Eingemachte“. Echte Handarbeit war angesagt.
 
Unser Mitglied Frank DC8FG hatte sich zum Jahreswechsel sehr intensiv mit der Hardwareerweiterung eines einfachen LilyGo-Nodes beschäftigt und eine Platine konfektioniert, die einen Node samt zusätzlicher Peripherie wie GPS, Wettersensorik, Ladeelektronik, Akku und weiteres Features aufnimmt. Zum Einen wird so die Leistungsfähigkeit des Boards besser ausgeschöpft, zum Anderen gewährt die Platinen einen sauberen Aufbau.
 
So trafen sich dann auch 10 Mitglieder unseres Ortsverbands bei unseren Gastgebern Sabine DA2NM und Sven DJ5CM um ein paar schöne Stunden zu verbringen. Ein großes Danke an die Beiden für die tolle Unterstützung und perfekte Gastfreundschaft 🤗!
 
Im Zuge des Tages sollten 10 Node-Bausätze inklusive der Gehäuse vorbereitet werden, sechs davon wurden vor Ort aufgebaut und in Betrieb genommen. Die weiteren 4 Nodes folgen bei einem weiteren Workshop im Zuge eines Fielddays oder eines gesonderten Events in unserer Fieldday-Gemeinde Nübel.
 
 
Nach einer Einstiegsrunde bei Kaffee und Keksen ging es dann an die Arbeit. Im Zug des Tages gingen dann insgesamt 40 Tassen Kaffee durch die Maschine.
 
Der Aufbau der MeshCom-Nodes vereint in Perfektion alle Bereiche „besten Experimentierfunks“. Neben einer mittelschweren Lötaufgabe waren auch mechanische Arbeiten an Hardware und Gehäuse vorzunehmen. Abschließend muss der Platine noch mit MeshCom-Firmware geflasht und konfiguriert werden. Vielfältiger geht es kaum.
 
So wurde eifrig gelötet, gemessen, getüftelt und ausprobiert. Natürlich lief nicht immer alles rund, hier und da musste mal etwas modifiziert werden und die eine oder andere Miniabweichung auf der Platine abgeglichen werden. Die Fertigungstoleranzen, gerade der Baugruppen aus China, machen es bisweilen dann doch ein klitzekleines bisschen spannend.
 
 
Während „indoor“ fleißig gelötet wurde, nahmen sich Sören DE4SOE und Sven DJ5CM alle zehn Gehäuse vor. Hier bereiteten sie alle Gehäuse mit den erforderlichen Bohrungen für den Anschluss der Photovoltaik, dem 12-Volt-Anschluss sowie der N-Buchse für den Antennenanschluss vor und verbauten die entsprechende Hardware.
 
Im Zug des über acht Stunden dauernden Technik-Events kamen alle Teilnehmenden auf Ihre Kosten und vom „alten Löthasen“ bis hin zum „Bau-Newbie“ brachten allen Bastler Ihre Node zum Laufen.
 
Natürlich kam auch das gemeinsame Miteinander nicht zu kurz. Auch wenn uns der Wettergott nicht wirklich wohl gesonnen war, brachten wir natürlich tapfer unseren Grill zum Einsatz und schnabulierten die mitgebrachten Würstchen, Hamburger und Steaks. Lötarbeit macht hungrig…
 
 
Einhellige Meinung aller Teilnehmer/ -innen war, dass MeshCom 4.0 der „richtige Weg“ für uns Funkamateure in der Schleiregion ist. 
 
Weitere Bilder auch hier auf der Website unter MeshCom-Basteln in Lottorf .
 
Wir machen weiter mit MeshCom 4.0 🚀 und bauen unsere Netzwerk stetig aus – „four more to come“ ! 😁
 
 

Schreibe einen Kommentar