Unser erster CW-Fieldday – schön war’s
Mit einer stetig wachsenden Telegrafie-Community bei Mexico 13 kam unweigerlich auch die Idee zu einem „echten Außenevent“ auf…
Was liegt näher, als es auch mal mit einem „echten“ Fieldday rund um Morsetelegrafie zu versuchen.
In Sachen POTA, also kleine Fielddays für die Westentasche sind wir ja durchaus geübt – also warum nicht alles einmal eine „Nummer größer“. Dafür erschien uns das erste Juniwochenende mit dem internationalen IARU R1 Fieldday geradezu ideal.
Mit unserem UKW-Fieldday im Juli und dem Kurzwellen-Fieldday im September haben wir bereits zwei tolle Outdoor-Funk-Events im Kalender. Nun ja – aller guten Dinge sind ja bekanntlich „DREI“.
Diesmal waren wir mit unseren Erwartungen deutlich bescheidener an die Planungen gegangen. Nicht alle von uns sind „Morsetalente“ und letztendlich ist Telegrafie (CW) auch nur eine von vielen Spielarten unseres wunderschönen Hobbies. Nichts desto trotz wurde auch der erste CW-Fieldday identisch zu unseren zwei Fieldday-Highlights im Juli und September geplant und vorbereitet.
Wir hatten durchaus mit knapp 10 Interessierten gerechnet, um so positiver waren wir überrascht, dass sich bereits im Vorfeld annähernd 20 Mitglieder und Freunde zum Fieldday anmeldeten – eine Anzahl, die nicht wirklich hinter denen unserer beiden anderen Fielddays zurücksteht. Für unseren ersten Morse-Fieldday also ein starker Start.

Das Wetter hingegen prophezeite durchaus spannende und abwechslungsreiche Wetterlagen, die uns auch noch beschäftigen sollten.
Wie so oft, waren unsere Freunde Tycho und Torben von M03 aus Flensburg auf Stippvisite, ebenso wie unsere freundlichen Nachbarn Rainer und Hans-Christian von M15 aus Süderbrarup. Auch blieb unser (noch nicht lizensierter) Freund Jens für mehrere Stunden vor Ort und versorgte uns mit leckeren Knabbereien.
Besonders hat uns der erstmalige Besuch von OM Reiner DL7KL und seiner YL Dagmar aus dem Ortsverband M01 Eckernförde gefreut. Reiner hatte erst kürzlich einen spannenden Vortrag zu DX-Peditionen bei uns gehalten. Über den Besuch bei „uns Nachbarn“ hat Reiner auch einen schönen Bericht verfasst, den Ihr unter DIESEM LINK herunterladen könnt. Danke Reiner für den tollen Bericht 🙂 .

Letztendlich kamen dann doch 28 Mitglieder, Familienangehörige und Gäste zusammen um eine paar unbeschwerte Stunden „rund um den Antennen“ von Mexico 13 zu verbringen. Ein wirklich tolles Ergebnis, was uns darin bestärkt auch im kommenden Jahr wieder „Fieldday-Morsen“ zu gehen.
Ein neuer Fielday und neue Wege
Wir immer gab es natürlich gleich am Samstag Morgen eine Menge zu transportieren.
Diesmal galt es jedoch diverse „Hürden und Herausforderungen“ zu bewältigen. Durch den Ausfall von Olivers Bus und die Tatsache, dass wir Norberts Anhänger nicht nutzen konnten, war im Vorfeld einiges umzuplanen.
Dankenswerterweise stellte uns Uwe DO2UWE seinen Kastenanhänger zur Verfügung, der uns durch Heiko DH3SOE pünktlich zum Verladen transportiert wurde. Hartmut DH3LF hatte sich umgehend als Transporteur für die Clubstation und den Stromerzeuger zur Verfügung gestellt und legte somit eine frühe Transportfahrt von Fleckeby über Kropp nach Nübel hin. Wirklich eine tolle Sache, wenn ein Team so „Hand in Hand“ denkt und arbeitet. Probleme kennen wir nicht – nur Lösungen.

Die Verladung in Klappholz verlief dann gewohnt reibungslos. Das Verstauen Materials und der entsprechenden Kisten auf den Anhänger benötigt mittlerweile nur noch wenige Minuten – alles greift ineinander und es wird auch nichts mehr vergessen.
Nachdem das Material bei Norbert & Lisa verladen war ging es dann weiter zum Fielddayplatz. Dort wartete bereits Joe, der das Material der Clubstation von Hartmut übernommen hatte.
Regen soll kommen – ein zügiger Aufbau ist gefragt
Pünktlich um 11:00 Uhr konnte losgelegt werden. So wurden kleine Teams eingeteilt und emsig begann man mit dem Aufbau der Antenne und des Operatorzelts. Eine dicke Gewitterfront hatte sich für den Nachmittag angekündigt. „Hier im Norden“ kann das jedoch auch heißen, dass der Regen ganz plötzlich da ist. Entsprechend zügig ging es zur Sache.
Während sich ein Team zunächst um das Operatorzelt kümmerte, wurden der 12m-Mast und und die FD4 aufgebaut. Darauf folgte dann unser Stromerzeuger samt Behausung, damit wir unabhängig vom Stromnetz zu arbeiten. Zum Einsatz kam unser Yaesu FT991A ohne Endstufe. Erst ganz zum Schluss ging es dann an die „Wohlfühlecke“ im Holz-Tipi.

Nach gut zweieinhalb Stunden stand dann der komplette Fielddayplatz. Diesmal machten sich Sabine und Adrian auf den Weg zur „bewährten Einkaufs- und Verpflegungstour“ – wohl legendär werden diverse Einkaufsgespräche werden, die wir zu „Kaffee und weiteren Leckereien“ übers schleswiger FM-Relais DMoSL geführt haben.
Zeitgleich wurde der Grill angefeuert um dann auch zügig die leeren Mägen zu füllen. Dabei engagierte sich wieder einmal Tobi DN9TI routiniert als Grillmeister. Als Nachtisch hatten Britta & Frank eine wieder einmal „Ladung“ Toffee-Fe als zusätzliche Stärkung mitgebracht – danke…
Die Sonne blieb uns länger erhalten als gedacht und so konnte noch im Trockenen gegrillt und gefuttert werden. Das tolle Grill-Tipi auf dem Platz in Nübel verschafft uns aber aber auch bei ungünsten Wetterlagen ausreichend Schutz.
Unser Clubcall DL0SX/P geht in die Luft & Wetterfreuden
Der CW-Contest war für uns eine neue „Spielwiese“, da wir zum Einen nicht DIE Contester sind und zum Anderen andere Betriebsabläufe gefordert waren. Die Verfahrensweisen hatten wir bereits im Oktober letzten Jahres, im Zuge eines Contestes, getestet und optimiert. Als Logger-Software kam N1MM zum Einsatz und auf Anhieb harmonierte der Yaesu 991 mit dem Computer.

Unsere Eigenbau-FD4 war perfekt abgestimmt und benötigte nur auf 15m einen Tuner, was zu erwarten war. Selbst auf 160m lief zu zur Hochform auf und brachte uns einige QSOs ins Log.
Gegen frühen Abend zog dann eine „satte Gewitterfront“ durch, die uns eine längere Zwangspause verordnete. Dennoch wurde es nicht wirklich langweilig und es wurde, im Schutze der Grillhüte, fleißig gefachsimpelt und mit Morsetasten und Morserinos gespielt.

Auf bewährte Art und Weise wechselten unsere Operatorteams regelmäßig. Besonders engagiert saßen diesmal Sabine DA2NM, Joe DL5HP und natürlich Richard DC1RW vor der Clubstation. Dabei „wachte“ Richard immer treu über der richtigen Bedienung des ungewohnten Log-Programmes und gab wertvolle Tipps und Hinweise.
Regen, Lagerfeuer, Regen & tolle Gespräche bis in die späte Nacht
Mittlerweile ist es zur „guten Mexico 13-Tradition“ geworden, am Abend am Lagerfeuer zu sitzen und noch ein paar Marshmellows und Würstchen zu rösten.
Das wunderbare norddeutsche Wetter vereitelte zumindest den Feuertod von Leckereien, ein Feuerchen gab es dennoch. Als dann erneut wieder starker Regen einsetze, wurde das Miteinander unter das bewährte Holz-Tipi verlegt, wo dann noch bis in die späte Nacht gut gelaunt und bei netten Gesprächen zusammengesessen wurde. Ein wesentlicher Anteil, der unsere Fielddays ausmacht.

Böse Zungen behaupten, dass während dieser Zeit die Contest-Station auch mal unbesetzt geblieben ist. Beweise gibt es dafür nicht wirklich – das Logbuch vielleicht… 😉
Ach ja – gegrillt wurde natürlich auch und so verdienten sich auch Seb und Sven Ihre Sporen als „echte M13-Grillmeister“. Lecker wars.
Mittlerweile auch schon Tradition – unser gemeinsames Frühstück. Wie auch auf den letzten Fielddays fand sich am Sonntagmorgen wieder ein nettes Team zum gemeinsamen Frühstück samt Spiegelei und Bacon zusammen. Pünktlich um 08:00 Uhr war auch Lisa eingetroffen und brachte die Brötchen. Natürlich gab es auch diesmal wieder „Bacon & Eggs“ – leider ohne unseren bewährten Koch Sönke, aber fast genau so gut.
Als neues Highlight gab es OM Uwes „handgefilterten Kaffee“ – handmade in Nübel. Lecker…

Das Contest-Team kämpfte dann bis zum Schluss um jedes QSO. So war es dann auch Richard, der sehr hartnäckig auch die letzten QSOs ins Log brachte.
Zum Ende des Fielddays lächelt uns auch die Sonne wieder an – das ist mittlerweile auch eine gute Tradition. So konnten wir bei strahlendem Sonnenschein und gefühlter Trockenheit unsere Station ungestört abbauen.
Das Abbauteam schaffte es in knapp 90 Minuten den Fielddayplatz komplett nachbereiteten – Hand in Hand.
Auch die Contestausbeute war sehr zufriedenstellend und wir bekamen 250 QSO ins Logbuch. Ein tolles Ergebnis für das erste Morse-Mal 🙂 .
Und natürlich ist „nach dem Fieldday auch wieder vor dem Fieldday“…
Am ersten Juliwochenende geht es gleich weiter mit einem echten Highlight – unserem UKW-Fieldday.